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Juergen Kron

Dr. Jürgen Kron. Foto: privat

 

Dr. Jürgen Kron
Programmleiter Geschichte der WBG (Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt

www.wbg-wissenverbindet.de

Dr. Jürgen Kron, Programmleiter Geschichte der WBG (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) und Verleger des Philipp von Zabern Verlags. Der studierte Literaturwissenschaftler startete seine berufliche Laufbahn an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz als Wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und als Dozent am Seminar für Filmwissenschaft. Er promovierte in Komparatistik und war im Anschluss zunächst als Pressereferent beim Eichborn-Verlag tätig und anschließend als Verlagsleiter beim Frankfurter Societäts-Verlag. 

 

 

Herr Dr. Kron: Was wollten Sie werden, als Sie jung waren? Haben Sie sich vorstellen können, dass Sie das machen, was Sie heute tun?

Auf jeden Fall wollte ich schon immer etwas mit Büchern machen, am liebsten selbst welche schreiben. Aber dass ich einmal Verleger werde, hätte ich nie gedacht.

 

Der Philipp von Zabern Verlag (gegründet 1802) und die WBG (gegründet 1949) blicken auf eine traditionsreiche Verlagsgeschichte zurück. Welche Schritte gehen Sie, um für das digitale Zeitalter gut aufgestellt zu sein?

Wir bauen unser eBook-Programm sehr kontinuierlich aus mit inzwischen rund 600 Titeln, wir haben vor einem Jahr eine neue Verlagssoftware installiert, die von der Idee bis zur Auslieferung und Rechnungsstellung alle Prozesse im Verlag abbildet und wir haben jede Menge junger Mitarbeiter, für die der Umgang mit digitalen Inhalten selbstverständlich ist.

 

Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag bei Ihnen aus?

Den gibt es nicht - jeder Tag ist anders, auch wenn es wiederkehrende Sitzungen und Besprechungen, feste Zeiten für Mails und Mittagessen und immer wieder viele Telefonate gibt. Wer Routine braucht, ist in dem Job nicht gut aufgehoben.

 

Als Programmleiter für den Bereich Geschichte verlegen Sie ein breites Spektrum an Titeln - von der Antike bis zur Neuzeit. Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, ob es ein Manuskript in Ihr Programm schafft?

Am Ende entscheidet die Qualität eines Manuskripts und seine Verkäuflichkeit.

 

Was lesen Sie privat? Haben Sie ein Lieblingsbuch oder einen Lieblingsautoren?

Meine Promotion behandelte Ernst Jünger und ich bin noch immer sehr fasziniert von seinem Werk.

 

Sie werden als Führungskraft wohl die meiste Zeit von Ihren Mitarbeitern umgeben sein. Sollten Sie aber dennoch einmal auf einer einsamen Insel stranden, welche drei Dinge würden Sie dann mitnehmen?

Ein iPod, der bis an den Rand mit guter Musik gefüllt ist, einen eReader, der bis an den Rand mit guten Büchern gefüllt ist und ein Handy, um irgendwann Hilfe zu rufen.

 

Die Verlagsbranche und insbesondere Bücher wurden schon oft tot gesagt. Wie sehen Sie die Zukunft der Branche und des Buches?

Rosig. Bücher sind toll, warum sollten sie keine Zukunft haben? Und Verlage können sie nun mal am besten herstellen, also wird man sie weiter brauchen.

 

Vielen Dank für das Interview, Herr Dr. Kron.

 

Mehr über Dr. Jürgen Kron und der WBG erfahren Sie auf der Website der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft.