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Marlene Klaus

Marlene Klaus. Foto: privat

 

Marlene Klaus
Autorin
Hockenheim

http://klaus.dryas.de

Marlene Klaus, Jahrgang 1960, Schriftstellerin aus der Metropolregion Rhein-Neckar. Die gelernte Buchhändlerin arbeitete auch schon als Postbotin und Blumenverkäuferin, bevor sie sich ihrer Passion als Schriftstellerin voll und ganz zuwandte. Ein Arbeitsstipendium des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden Württemberg verhalf ihr im Jahr 2011 zu ihrem Erstlingswerk „Beschützerin des Hauses“.


beschuetzerin des hauses
Beschützerin des Hauses
Taschenbuch, 546 S., ISBN: 978-3-940855-12-1
8,50  € [D], 8,80 € [A]
Blick ins Buch

 

 

Frau Klaus: Was wollten Sie werden, als Sie jung waren? Haben Sie sich vorstellen können, dass Sie das machen, was Sie heute tun?

Ich wollte immer schon Schriftstellerin werden, aber wirklich vorstellen konnte ich mir das nicht. Wie sollte man das „werden“? Schriftsteller trugen große Namen und kamen aus schillernden Gegenden. Also lernte ich erst einmal Buchhändlerin, um der Literatur nahe zu sein. Als ich mich dann aufmachte, um es doch zu werden, überraschte mich selbst, dass ich mich dem historischen Genre zuwandte.

 

Sie schreiben bisher ausschließlich historische Romane. Wie kam es, dass Sie sich für dieses Genre entschieden haben? Könnten Sie sich auch vorstellen in einem anderen Genre zu veröffentlichen?

Dass es zunächst historische Romane wurden, war Zufall: Ich meinte, auf eine Hexenverbrennungsgeschichte in meinem Heimatort gestoßen zu sein und begann, zu recherchieren. Ich tauchte ein in die Geschichte meiner Region und war fasziniert. Ideen für zwei Folgeprojekte stiegen empor, die ich verwirklichte. Auch mit meinen nächsten Vorhaben bin ich im historischen Bereich unterwegs, wenn auch in einem späteren Jahrhundert. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, anderes zu schreiben.

 

Stehen beim Aufbau der Erzählung historische Personen oder Abläufe manchmal im Weg? Engt Geschichte beim Schreiben auch ein?

Ein Ja zu beiden Fragen. Da es mir nicht liegt, historische „Wahrheiten“ um der Geschichte willen zu verbiegen, muss ich manchmal ganz schön rumbasteln und überlegen, wie ich alles zusammenfüge.

 

An was schreiben Sie zur Zeit und wann können wir mit Ihrer Neuerscheinung rechnen?

Derzeit arbeite ich an einem Krimi, der Ende des 19. Jahrhunderts in Italien spielt. Hauptfigur ist eine englische Lady. Eine Veröffentlichung ist für Herbst 2014 geplant. Das Projekt ist als Serie angedacht.

 

Was geht in Ihnen vor, wenn Sie die ersten Kritiken – positiv oder negativ – zu einem neu erschienen Buch lesen?

Freude natürlich, wenn die Resonanz positiv ist. Negative Kritiken belasten mich nicht; Geschmäcker sind eben verschieden und ich habe mit meiner Art, eine Geschichte zu erzählen, dann eben nicht den Geschmack der Person getroffen. Damit kann ich leben. Schwieriger wird es bei Aussagen wie „Eigentlich ganz gut, aber …“. Da regt sich mein Widerspruchsgeist und manchmal fühle ich mich unverstanden.

 

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsbuch oder Ihren Lieblingsautoren?

Ein einziges Lieblingsbuch habe ich nicht. Zu den Werken, die mich nachhaltig beeindruckten und auch prägten, gehören „Das Hotel New Hampshire“ und „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ von John Irving sowie „Interview mit einem Vampir“ und die Folgebände der Vampir-Chroniken von Anne Rice.

 

Stellen Sie sich vor, Sie schlagen die Zeitung auf. Welche Überschrift würde Sie gerne über sich selbst dort lesen?

Marlene Klaus‘ Bestseller-Trilogie wird verfilmt!

 

Vielen Dank für das Interview, Frau Klaus.

 

Mehr über Marlene Klaus erfahren Sie auf ihrer Website.